Hast du einen Bootsführerschein, fühlst dich aber nicht ganz sicher? Oder bist du vielleicht vor ein paar Jahren Boot gefahren und hast das Gefühl, die Grundlagen vergessen zu haben?
Das ist völlig normal – besonders wenn man nicht regelmäßig auf dem Wasser ist.
Wenn du planst, ein Boot in Pula zu mieten, wird dir dieser Skippertraining in Pula Guide helfen, die wichtigsten Grundlagen aufzufrischen und dich vor der Abfahrt sicherer zu fühlen.
Vor der Abfahrt
Bevor du an Bord gehst, nimm dir einen Moment Zeit, um zu prüfen, ob du alles dabei hast, was du geplant hast, und ob das Boot über alles verfügt, was du brauchst.
Dazu gehören Verpflegung, Sicherheitsausrüstung, eine grundlegende Erste-Hilfe-Ausrüstung und ausreichend frisches Wasser.
Das ist der wichtigste Teil – alles andere ist weniger entscheidend 🙂
Vergiss nicht, deinen Bootsführerschein mitzunehmen – es kann sein, dass du ihn während der Fahrt vorzeigen musst.
Überprüfe immer das Wetter vor der Abfahrt.
Die Bedingungen in einer geschützten Marina können ruhig wirken, während es auf dem offenen Meer ganz anders aussehen kann.
Wenn die Wetterbedingungen nicht gut sind, ist es völlig in Ordnung, die Fahrt zu verschieben.
Es ist immer besser, auf die richtigen Bedingungen zu warten.
Selbst erfahrene Skipper treffen diese Entscheidung – besonders wenn sie für andere Personen, Kinder oder das Boot selbst verantwortlich sind.
Das ist der erste Schritt eines guten Skippertraining in Pula.

Motorstart – Grundlagen
Ein wichtiger Teil des Skippertraining in Pula ist zu verstehen, wie man das Boot sicher startet und kontrolliert.
Bevor du irgendetwas anderes machst, überprüfe, ob der Hauptschalter eingeschaltet ist.
Auf den Booten, die man in Pula mieten kann, befindet er sich vor der hinteren Sitzbank, im Bereich, wo deine Waden den Sitz berühren. Er muss im Uhrzeigersinn gedreht werden, um das Cockpit und alle Systeme an Bord mit Strom zu versorgen.
Nachdem du ihn eingeschaltet hast, kannst du schnell prüfen, ob Strom vorhanden ist, indem du die Hupe drückst.
Bereite den Zündschlüssel vor und drehe ihn in die Startposition.
Wenn der Motor noch nicht abgesenkt ist, benutze die Trim-Steuerung, um ihn nach unten zu bringen. Der Trim-Knopf befindet sich normalerweise am Gashebel.
Der Zündschlüssel ist in der Regel mit einer Sicherheitsleine (Not-Aus-Schalter) verbunden.
Ohne dass der Sicherheitsclip korrekt befestigt ist, kann der Motor nicht gestartet werden.
Es wird empfohlen, die Sicherheitsleine immer am Fahrer zu befestigen.
Der Gashebel muss sich in der Neutralstellung befinden, da der Motor sonst nicht startet.
Bevor du den Motor startest, nimm dir einen kurzen Moment, um deine Umgebung zu überprüfen und sicherzustellen, dass der Bereich um das Boot frei ist.
Starte den Motor ruhig, ohne Gas zu geben, und lass ihn einige Sekunden laufen, bevor du losfährst.
Wie sich ein Boot beim Steuern bewegt
Der wichtigste Unterschied zwischen dem Steuern eines Autos und eines Bootes ist, dass ein Auto mit der Vorderseite führt, während sich bei einem Boot das Heck beim Drehen in die entgegengesetzte Richtung bewegt.
In der Praxis bedeutet das, dass sich zuerst das Heck des Bootes bewegt – etwas, das man besonders in engen Situationen immer im Hinterkopf behalten sollte.
Deshalb ist es wichtig, dem Heck immer besondere Aufmerksamkeit zu schenken, da es sich beim Lenken in jede Richtung am stärksten bewegt.
So funktioniert das Drehen eines Bootes in der Praxis
Der einfachste Weg, das zu verstehen, ist, es unter realen Bedingungen zu sehen.
Achte darauf, wie sich das Heck beim Drehen in die entgegengesetzte Richtung bewegt.
Das ist eines der wichtigsten Dinge, die man verstehen sollte, bevor man die Marina verlässt.
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Ablegen vom Liegeplatz (Vierleinen-System)
Bevor du den Motor startest, nimm dir einen Moment Zeit, um zu verstehen, wie das Boot gesichert ist.
In den meisten Marinas ist das Boot mit einem Vierleinen-System festgemacht – zwei Leinen am Bug und zwei Heckleinen, die am Steg befestigt sind.
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Leinen lösen bei ruhigen Bedingungen
Wenn das Wetter ruhig ist und wenig oder kein Wind weht, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Leinen zu lösen.
Du kannst die Methode wählen, die sich für dich am angenehmsten anfühlt – je nachdem, ob du alleine bist oder Unterstützung an Bord hast.
Wenn ich alleine bin, sichere ich mein Boot manchmal zuerst am Nachbarboot. So kann ich alle Leinen in Ruhe lösen, ohne dass das Boot sofort abtreibt.
Sobald alles gelöst ist, löse ich einfach die Leine vom Nachbarboot und fahre kontrolliert los.
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Leinen lösen bei Wind
Wenn es windig ist, solltest du beim Lösen der Leinen immer die Windrichtung berücksichtigen.
Halte die Leine auf der dem Wind zugewandten Seite bis zum Schluss befestigt.
So behältst du die Kontrolle über das Boot und verhinderst, dass es zu früh abtreibt.
Worauf du beim Lösen des Bootes achten solltest
Mach dir nicht zu viele Sorgen, dass das Boot sofort abtreibt und andere Boote berührt, sobald die Leinen gelöst sind.
Boote sind mit Fendern ausgestattet, sodass leichter Kontakt zwischen Booten in der Regel kein Problem darstellt.
Der Bereich, der die meiste Aufmerksamkeit erfordert, ist das Heck – insbesondere der Motor.
Es ist der am stärksten exponierte und empfindlichste Teil des Bootes, daher solltest du ihn jederzeit von anderen Booten und dem Steg fernhalten.
Auf unseren Booten in Pula findest du außerdem einen Teleskop-Bootshaken als Teil der Grundausstattung.
Lokal in Pula wird er oft „mezomariner(o)“ genannt.
Er funktioniert wie ein verlängerter Arm und hilft dir, dich sicher vom Steg oder von anderen Booten abzudrücken und Leinen zu erreichen, ohne unnötiges Risiko einzugehen.

Der letzte Schritt vor der Abfahrt
Sei vollständig vorbereitet, bevor du die letzte Leine löst.
Der Skipper sollte sich am Steuerstand befinden und bereit sein, sich sofort vorwärts zu bewegen.
Sobald du dich in Bewegung setzt, achte besonders auf das Heck, da es der am stärksten exponierte und empfindlichste Teil des Bootes ist.
Hier wird das Skippertraining in Pula wirklich praktisch und real.
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Bereit, die Marina zu verlassen
Jetzt bist du bereit, den Liegeplatz zu verlassen und hinaus aufs offene Meer zu fahren.
Geh es langsam an, achte auf deine Umgebung und denke daran – Kontrolle und ruhige Bewegungen sind immer wichtiger als Geschwindigkeit.
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Mehr praktische Tipps und Anleitungen findest du in unserem Boat Guide für Pula und die Adria

